Schwangerschaft – Erste Untersuchung

Schwangerschaft – Erste Untersuchung. Du hast einen positiven Schwangerschaftstest gemacht oder hast sogar schon körperliche Veränderungen gespürt, wie Brüste spannen oder morgendliche Übelkeit? Zuerst freust du dich unglaublich, gleichzeitig bist du unsicher und aufgeregt. Und dann kommen plötzlich viele Fragen? Das ist ganz normal in dieser aufregenden Zeit, die nun auf dich zukommt.

 

Zuerst einmal: herzlichen Glückwunsch! Du bist schwanger und hast nun Verantwortung für zwei. Doch was genau bedeutet das?

Zu einer Schwangerschaft mit einem guten Bauchgefühl, also der nun anstehenden spannenden und schönen Zeit von 40 Schwangerschaftswochen (SSW), gehören ein bewusstes Verhalten, um dich in die positive Veränderung einzustimmen und natürlich eine gute Schwangerschaftsvorsorge. Normalerweise beinhaltet die Schwangerschaftsvorsorge 10 Vorsorgeuntersuchungen, in denen der Verlauf deiner Schwangerschaft und die Entwicklung deines Babys im Auge behalten werden.

Inzwischen nehmen 98% der Schwangeren diese Untersuchungen wahr, da man selber sehr neugierig ist und die Sicherheit haben möchte, dass alles in Ordnung ist. Sollten Probleme auftreten, so kann man oft noch rechtzeitig handeln. Wichtig: Die Schwangerschaftsvorsorge sollte immer eine Untersuchung und eine Beratung sein.

Die erste Untersuchung

Du kannst die erste Untersuchung frühestens ab der 5. SSW machen, um deine Schwangerschaft bestätigen zu lassen und den Herzschlag deines Babys zu hören.

Sehr wichtig: Dein Arbeitgeber muss dir für die Zeit der Untersuchungen freigeben ohne Verdienstausfall.

Bis zur 32. SSW darfst du alle 4 Wochen zur Untersuchung gehen, danach alle 2 Wochen. Wenn du deinen errechneten Entbindungstermin erreicht hast, gehst du alle 2 Tage.

Mache dir Gedanken, wie du deine Vorsorgeuntersuchungen gestalten möchtest. Für die gesetzlichen drei Untersuchungen mit Ultraschall musst du zu deinem Frauenarzt gehen. Den Rest kannst du frei gestalten:

Schwangerschaft – Erste Untersuchung:

Bei deiner ersten Vorsorgeuntersuchung sollte ein ausführliches Gespräch mit deinem Arzt oder der Hebamme stattfinden. Es sollte diese Themen beinhalten:

Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird auch nochmal eine Krebsvorsorge gemacht. Zusätzlich erhältst du eine Aufklärung über Mundgesundheit, da während der Schwangerschaft ein erhöhtes Kariesrisiko besteht.

Was passiert bei den restlichen Vorsorgeuntersuchungen?

Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden wichtige Blutuntersuchungen vorgenommen, wie z.B. der Hb-Wert (Hämoglobin = Eisenmangel), deine Blutgruppe und der Rhesusfaktor und auch ein Antikörpersuchtest. Außerdem wirst du auf Rötel-Immunität geprüft und es wird ein HIV-Test gemacht.

Es wird auch eine LUES-Such-Reaktion (kurz LSR) durchgeführt. Mit LUES wird geschaut, ob du mit der sexuell übertragbaren Krankheit Syphilis infiziert bist.

Bei jeder Vorsorgeuntersuchung gibst du eine Urinprobe ab, die unter Anderem auf Chlamydien untersucht wird. Chlamydien können zu Infektionen führen. Erkennt man sie jedoch rechtzeitig, so wirst du eine Antibiotika-Behandlung erhalten.

Zusätzlich wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung

Natürlich sollte auch immer Zeit für Fragen da sein. Schreibe sie dir am besten vorher auf, damit du auch nichts vergisst.

Solltest du vermehrte Kontraktionen haben, wird durch eine vaginale Untersuchung der Gebärmutterhals abgetastet. Allerdings wird dies nicht so häufig gemacht, denn es können auch Keime durch die Untersuchung hochgeschoben werden.

Ultraschall

Regulär wird zwischen der 8.-11. SSW dein erster Ultraschall gemacht. Der zweite erfolgt dann zwischen der 18.-21. SSW und beinhaltet ein ausführlicheres Screening. Der dritte Ultraschall findet um die 30. SSW statt.

Die oben aufgelisteten Checks sind Regelkassenleistungen, dafür musst du also nichts bezahlen. Wenn du weitere Ultraschall-Screenings möchtest, sprich bitte mit deinem Frauenarzt darüber.

Weitere Tests

Du kannst dich auch auf Toxoplasmose testen lassen. Häufig wird dieser Test von den Krankenkassen nicht gezahlt. Toxoplasmose wird durch Katzen und ungenügend gereinigtes Obst und Gemüse übertragen. Bei einer Infektion gibt es die Möglichkeit, es während der Schwangerschaft zu behandeln.

Es wird empfohlen, einen Test auf Ringelröteln und Zytomegalie zu machen, wenn du viel Kontakt mit Kleinkindern hast. Bist du nicht immun dagegen, so könntest du mit deinem Arbeitgeber über ein Beschäftigungsverbot sprechen oder solltest bestimmte Tätigkeiten nicht mehr übernehmen. Auch dieser Test wird häufig auch nicht von den Krankenkassen übernommen.

Ab der 32. SSW wird noch auf Hepatitis B getestet, außer es besteht eine Immunität (z.B. durch eine Impfung). Ist der Test positiv, so wird dein Baby direkt nach der Geburt geimpft.

Da leider die Anzahl an Schwangerschaftsdiabetes steigt, wird mittlerweile ein Test zwischen der 24.- 27. SSW empfohlen. Dieser Test wird von den Krankenkassen bezahlt.

Bei Übergewicht, einem Alter von über 40 Jahren oder Diabetes mellitus wird empfohlen, eine genaue Untersuchung durch Ultraschall und Blutabnahme vorzunehmen. Daraus können sich unter Anderem Hinweise auf eine sogenannte Schwangerschaftsvergiftung ergeben.

Ein vaginaler Streptokokkenabstrich wird in der 35.-37. SSW gemacht. Dabei wird geschaut, ob die Schwangere Streptokokken B-Bakterien hat. Bei einem positiven Test wird Antibiotika unter der Geburt empfohlen.

Endlich, du kannst es wahrscheinlich kaum mehr erwarten den Herzton von Deinem Baby zu hören. Ab der 32.-34.SSW (bei drohender Frühgeburt schon früher) werden die Herztöne deines Babys und deine Wehentätigkeit gemessen mittels eines CTGs.

Grundsätzlich sind alle Untersuchungen von Euch selbst zu entscheidenLass Dich beraten, was Sinn macht, welche Tests und Untersuchungen von deiner Krankenkasse übernommen werden und welche du selber zahlen musst.

Ganz wichtig, liebe Mami: Ab jetzt darfst du deinen Mutterpass zu jeder Vorsorgeuntersuchung mitbringen und solltest ihn immer dabeihaben, wenn du das Haus verlässt. 

Ich wünsche dir eine schöne und entspannte Schwangerschaft! Genieße sie und habe Vertrauen in deinen Körper.