Geburtsvorbereitungstipps

Liebe Mamis, in diesem Blog möchte ich euch ein paar unterschiedliche Möglichkeiten vorstellen, wie ihr euch und euren Körper auf die Geburt vorbereiten könnt.

Schaut am besten, was euch anspricht und zusagt. Jede Frau hat verschiedene Vorlieben. Es passt also nicht alles zu jeder werdenden Mami. Probiert in Ruhe für euch aus und entscheidet euch dann für die jeweiligen Methoden.

  1. Den Damm vorbereiten

Der Damm ist ein Gewebe und liegt zwischen deiner Scheide und dem After. Die beste Damm-Vorbereitung sind Beckenbodenübungen- eine gute Durchblutung, sorgt für eine optimale Dehnung. Wenn du mehr über die Damm-Vorbereitung und den starken Beckenboden lesen möchtest, schaue dir meinen Blog speziell dazu an.https://www.onlinehebamme.de/mamaratgeber/meine-schwangerschaft/dammvorbereitung

Eine weitere Vorbereitungsmethode ist die Damm-Massage. Durch die Massage bereitest du deinen Damm auf die anstehende Geburt vor und beugst u.a. einem potentiellen Dammriss vor. Mit der Massage kannst du ab der 34. SSW beginnen und sie täglich so oft du möchtest durchführen. Am besten besorgst du dir ein wohlriechendes Öl speziell für die Damm-Massage (z.B. in der Apotheke erhältlich). Hier findest du eine Anleitung für deine Damm-Massage: https://www.babelli.de/dammmassage/.

  1. Akupunktur/ Fussreflexzonen

Bei der Fussreflexzonenmassage wird mittels bestimmter gedrückter Punkte andem Fuss Reize bei den dafür vorgesehenen Punkten indem Körper ausgelöst. Die verschiedenen Körperpunkte können entweder Organe sein oder auch das Muskel-Skelett-System ansprechen. Ziel dieser Massage bzw. Reizsetzung ist eine bestimmte Reaktion dieses Körperbereichs. Die meisten Schwangeren empfinden die Fussreflexzonenmassage als eine Wohltat. Neben der Linderung von typischen Schwangerschaftsbeschwerden kann sie auch als geburtsvorbereitende Behandlungsmethode eingesetzt werden. Spreche dafür aber am besten mit deinem Arzt!

Bei der Akupunktur handelt es sich um ein Teilgebiet der chinesischen Medizin. Sie kann ab der 36. SSW eingesetzt werden. Diese geburtsvorbereitende Methode wird ausschließlich für Schwangere empfohlen, die keine Angst vor Nadeln und Spritzen haben. In der Regel findet einmal wöchentlich eine Akupunktursitzung statt. Die Kosten dieser Sitzung (zwischen 20 und 60€ pro Sitzung) werden nicht von den Krankenkassen übernommen.https://www.onlinehebamme.de/mamaratgeber/wissenswertes-fur-die-geburt/akupunktur-die-traditionelle-chinesische-medizin

  1. Himbeerblättertee

Der Himbeerblättertee soll den Muttermund und die Beckenmuskulatur lockern. Außerdem wirkt er krampflösend und entspannend, v.a. auf die Gebärmutter. Die besonderen Teeblätter sind reich an Vitamin C, Eisen und Kalzium. Auch wenn man meinen könnte, dass dieser Tee nach Himbeeren schmeckt, ist es nicht ganz so. Er hat einen eher bitteren Geschmack, ähnlich wie schwarzer Tee. Wenn du den Tee trinkst, kann er wehenauslösend wirken. Genieße ihn daher erst ab der 34. SSW!

Liebe Mami, noch ein fun fact zum Himbeerblättertee: durch das aufwändige Herstellungsverfahren wird er als auch bei Kinderwunsch als Heiltee empfohlen. Nicht nur also zur Geburtsvorbereitung geeignet, sondern auch zur Unterstützung bei der Fortpflanzung. :) Besorgen kannst du dir den Tee entweder in der Apotheke, im Drogeriemarkt oder in Reformhäusern.

 

  1. Passenden Geburtsort suchen

Der passende Geburtsort ist das A und O für alle werdenden Mamis und natürlich superindividuell. Es gibt unterschiedliche Geburtsorte: die Hausgeburt, das Krankenhaus, den Hebammenkreißsaal und die Hausgeburt.

Am besten schaust du dir ein paar verschiedene Orte an, um ein Gespür dafür zu bekommen, wo du dein Baby zur Welt bringen möchtest. Schaue dir den Ort an, lerne das Personal kennen, stelle ein paar Fragen und lasse die Umgebung auf dich wirken. Jede Frau hat ihre eigenen Werte und Vorstellungen, wie die Geburt ablaufen soll. Höre einfach auf dein Bauchgefühl und vertraue darauf, dass du mit deinem Partner die richtige Entscheidung trefft!

Mehr Details zu den unterschiedlichen Geburtsorten findest du in meinem bald erscheinenden Blog.

  1. Herausforderung annehmen - offen für Situation sein

Du planst die Dinge, die du planen kannst und triffst Entscheidungen – aber trotzdem ist es gut, wenn du offen für eine ungeplante Situation bist. Dein Baby hat jetzt schon seinen eigenen Kopf und kommt vielleicht einiges früher oder später als geplant. Oder die Geburt verläuft anders als du es dir vorgestellt hast... leider kann natürlich auch das passieren.

Wenn du aber offen für neue Situationen bist und die neuen Herausforderungen so annehmen kannst, wie sie kommen, wird es dir und deinem ungeborenen Baby in der Situation helfen, besser mit dieser klar zu kommen!

  1. Duftöl/ gute Musik

Es gibt ein paar Düfte bzw. Duftöle, die eine bewusste Schwangerschaft und Geburt super unterstützen. Diese sind Zitrone (Citrus limon), Lavendel (Lavandula angustifolia), Geranie (Geranium), Weihrauch (Frankincese) und Ylang Ylang (Cananga odorata). Auch Jasmin (Jasminum grandiflorum), Rose (Rosa damascena) und Muskatellersalbei (Salvia sclarea). Zitrone gilt als Stimmungsaufheller. Lavendel wirkt beruhigend, schmerzlindernd und soll Ängste nehmen. Geranie soll Liebe und Vertrauen fördern und wirkt beruhigend, außerdem kann es zur Damm-Massage eingesetzt werden. Weihrauch kann ebenfalls für die Damm-Massage verwendet werden und beseitigt zudem negative Schwingungen bei der Geburt. Ylang Ylang verringert Spannungen, fördert positives Denken und schüttet Glückshormone aus. Jasmin wird gerne zur Geburtsvorbereitung und während der Entbindung eingesetzt, um körpereigene Opiate freizusetzen. Rose wirkt stark entspannend. Muskatellersalbei gilt als ein Geburtsöl und soll eine gewisse Euphorie erzeugen sowie das Wohlbefinden steigern.

Mehr zur Verwendung dieser Öle könnt ihr unter https://www.gesundheit-blog.at/aetherische-oele-schwangerschaft-geburt.html und         
unter https://www.aetherio.de/aromageburt-aromatherapie-unter-der-geburt/#:~:text=K%C3%B6rpereigene%20Gl%C3%BCckshormone%20freisetzen,K%C3%B6rper%20an%2C%20k%C3%B6rpereigene%20Opiate%20auszusch%C3%BCtten. nachlesen.

Auch Musik, zu der ihr entspannen könnt, die euch positive Gedanken schenkt und mit der ihr zur Ruhe kommen könnt, ist geeignet zur Geburtsvorbereitung. Ihr könnt euch diese Musik auch auf einem Stick oder einer CD in den Kreißsaal mitnehmen oder auf dem Smartphone abspielen lassen, um während den Wehen eure Leichtigkeit und Zuversicht zu unterstützen.

  1. Beleghebamme

Ja oder Nein? Ganz oft wird man mit dieser Frage als (werdende) Eltern konfrontiert und es ist sinnvoll, sich im Vorfeld damit auseinander zu setzen.

Eine Beleghebamme ist eine selbständige, freiberufliche Hebamme, die mit einer/ mehreren Geburtskliniken einen Belegvertrag abgeschlossen hat. Dabei gibt es Beleghebammen, die fest für ein Krankenhaus arbeiten und nur über das Belegsystem dieses Krankenhauses die Frauen (bei der Geburt) betreuen. Es gibt aber auch Beleghebammen, die von außerhalb mit den Frauen, die sie betreuen, in die Klinik kommen und diese dann während der Geburt begleiten. Der Vorteil der zweiten Variante ist, dass sich bereits ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen der Beleghebamme und der Mutter eingestellt hat und ggf. auch Absprachen betreffend der Geburt stattfinden konnten.

Egal für welche Art von Hebamme ihr euch entscheidet - die meisten Krankenkassen zahlen bis zu 12 Wochen nach der Geburt eine Wochenbettbetreuung. Solltet ihr eine Frühgeburt haben, dann kann der Zeitraum auch länger sein.

  1. Geburtsvorbereitungskurs

Ein Geburtsvorbereitungskurs soll die Eltern mental, körperlich und psychisch auf die Geburt vorbereiten. Natürlich kommen auch viele wichtige Informationen dazu.

Ob ihr einen Crashkurs (also über ein bis zwei Wochenenden) oder einen regelmäßig stattfindenden Kurs besucht, ist Typ Sache und bleibt euch überlassen.

 

Ich wünsche Euch alles Gute für diese spannende Phase!