Beikoststart

Liebe Mami, in diesem Blog möchte ich dir ein paar Infos zum Übergang und der Einführung der Beikost geben. Ganz egal, für welche Methode du dich entscheidest (Brei, Baby-led weaning oder Mix aus beidem): ein guter, sanfter Übergang von der Milchnahrung zum (schrittweise) festen Essen ist sehr wichtig.

Wie du sicherlich weißt, trinkt ein Säugling in den ersten Lebensmonaten ausschließlich Milch (Flaschennahrung und/oder Stillen). Bei manchen Familien ist das Füttern des Babys eine große Herausforderung, für das Baby, aber auch für die Eltern. Manche Babys trinken nicht gut, andere möchten dauernd an die Brust, wieder andere Babys spucken viel... es gibt viele Gründe, weshalb die erste Zeit anstrengend sein kann und du froh bist, dass sich alles eingespielt hat. Und gerade jetzt kommt die nächste Veränderung auf dich zu: der Übergang in die Beikost. Dein Baby braucht mit zunehmendem Alter mehr Energie und die Milch allein reicht ihm auf Dauer nicht mehr. Das heißt jetzt aber nicht, dass du die Milch radikal reduzieren sollst. Wenn wir ehrlich sind, ist das beim Stillen auch gar nicht von jetzt auf gleich möglich.

Der sanfte Übergang ist hier das Stichwort. Dein Ziel sollte es sein, nach und nach die Milchmahlzeit durch die Babybeikost zu ersetzen. Die Nationale Stillkommission empfiehlt bis sechsten Lebensmonats ausschließlich Milch (Muttermilch/ Pre-Milch) zu füttern. Frühestens ab Beginn des fünften Monats und spätestens ab Beginn des siebten Monats solltest du mit der Beikost bei deinem Baby anfangen. Auch wenn du die Beikost einführst, solltest du deinem Baby weiter Milch geben. Denn erst mit der Zeit wird die Milchmahlzeit ersetzt.

Verlasse dich beim Start der Beikost auf dein Bauchgefühl, du kennst dein Baby am besten. Sprich bei Unsicherheiten am besten mit deiner Hebamme oder dem Kinderarzt.

Es gibt keinen festen Zeitpunkt, wann du beginnen solltest. Es gibt aber ein paar grundsätzliche Anzeichen, die dir dein Baby sendet, wenn es bereit ist für Beikost. Im Buch "Babybeikost Vorkochen. Einfrieren. Entspannen." von Josephine Bayer und Nina Bott gibt es eine Checkliste. Wenn dein Baby mehrere Punkte davon erfüllt, dann kannst du bedenkenlos den Schritt in die Beikost wagen.

Checkliste:

  • Dein Baby ist fünf Monate oder älter
  • Mit Unterstützung kann es gerade sitzen und den Kopf allein halten
  • Es beobachtet die Erwachsenen oder Geschwister beim Essen (ahmt es vielleicht sogar Kaubewegungen nach?)
  • Dein kleiner Entdecker wird immer aktiver und benötigt mehr Energie
  • Der angeborene Zungenreflex wird schwächer (die meisten Babys schieben zu Beginn trotzdem den Brei aus dem Mund)
  • Dein Baby greift nach Essen und öffnet sogar den Mund für Nahrung

(Quelle: Babybeikost vorkochen. Einfrieren. Entspannen., Josephine Bayer und Nina Bott, S. 17)

Wenn du mit Brei startest, beginne mit ein paar Löffeln davon. Die Breiportion darfst du auf bis zu 200g pro Mahlzeit steigern. Sei aber nicht enttäuscht, wenn es nicht von Anfang an klappt. Gib euch, deinem Baby und dir die Zeit, die ihr braucht!