Wassereinlagerungen

Liebe Mami,

kennst du die Situation, dass du abends schwere Beine hast oder du tagsüber an warmen und sonnigen Tagen die Hitze ganz besonders spürst? Oder dass du beim Socken ausziehen einen Strumpfabdruck siehst? Oder sogar deine Ringe nur noch sehr mühsam von deinen Fingern bekommst?

 

Wenn dir das alles bekannt vorkommt, dann hast du Wassereinlagerungen in der Schwangerschaft. Das Gute vorweg: Es ist völlig normal und kann auch häufig vorkommen. J

 

Wassereinlagerungen, auch Ödeme genannt, machen sich meistens zuerst am Strumpfabdruck oder an geschwollenen Fingern bemerkbar. Am besten du ziehst die Ringe erst wieder nach deiner Schwangerschaft an, bevor du sie gar nicht mehr weg bekommst ;). 

 

Aber keine Sorge:

 

Das ist ein völlig normaler Ablauf, denn durch die Schwangerschaftshormone werden deine Gefäßwände aufgelockert und die Flüssigkeit gelangt ins Bindegewebe. Es ist gut möglich, dass sich das Wasser im ganzen Körper bemerkbar macht. Am Ende der Schwangerschaft kann es sogar sein, dass es bis zu ca. 4-6 Liter sind:0.

 

Solange du keine anderen Beschwerden hast, ist es weder für dich noch dein Baby schädlich. Es kann aber sein, dass es sich unangenehm anfühlt.

Suche auf jeden Fall einen Arzt auf, wenn du das Gefühl hast, dass andere Krankheitssymptome auftreten oder du dich nicht wohl fühlst.
Denke daran, lieber einmal zu viel, als zu wenig ☺.
Keine Sorge, die Wassereinlagerungen verschwinden recht schnell wieder. Ca. 2-3 Wochen nach der Geburt werden Sie durch Wasserlassen und Schwitzen ausgeschieden.

 

Dennoch kannst du dir bereits während der Schwangerschaft etwas Erleichterung schaffen.

 

Hier ein paar Tipps:

Versuche, deine Beine oft hochzulegen, wenn möglich höher als dein Herz.

Vielleicht kannst du auch den Lattenrost von deinem Bett höher stellen, so ist der Rückfluss in der Nacht optimal gewährleistet.

Viel Bewegung ist natürlich super, wie beispielsweise Schwimmen. Das ist die optimale Sportart mit der du dich am wohlsten fühlst, wenn das kleine Wunder in deinem Bauch langsam anfängt zu wachsen. Denn durch den Wasserdruck findet das Ausschwemmen von Wasser im Gewebe statt, welches das Blut besser fließen lässt. Das hat einen positiven Effekt auf dich und deinen Körper. Danach wirst du merken, wie schnell du auf die Toilette flitzen musst ☺.

Falls du nicht gerne schwimmen gehst, kannst du zu Hause auch ein Vollbad mit basischem Salz nehmen, oder bei Zeitmangel, einfach nur ein Fußbad.

Du kannst auch immer wieder versuchen in den Zehenstand zu gehen und dann deine Füße abzurollen, wenn du gerade nicht zum Liegen kommst.

Achte bei deiner täglichen Ernährung vor allem darauf, dass du ausreichend Salz und Eiweiß zu dir nimmst. Zu deinem normalen Tagesbedarf solltest du zusätzlich noch 1 Teelöffel Salz (bis 80 kg/KG), (ab 80 kg/KG) 2 Teelöffel Salz zu dir nehmen. Bitte nehme keine Entwässerungsmittel jeglicher Art zu dir.

Eine zusätzliche Hilfe sind Thrombosestrümpfe bzw. Thrombosestrumpfhosen, die du dir ganz einfach von deinem Hausarzt, oder Frauenarzt verschreiben lassen kannst. Denke daran sie gleich nach dem Aufstehen anzuziehen.

 

Bequeme Schuhe sind nicht nur für den allgemeinen Alltag wunderbar, sondern besonders bei Wassereinlagerungen hilfreich.

Weitere Möglichkeiten, Wassereinlagerungen zu reduzieren, sind zum einen Wechselduschen (immer mit kalt aufhören) oder auch, sehr empfehlenswert, Akkupunktur. Allerdings musst du selbst herausfinden, was dir gut tut und was nicht. Das Allerwichtigste aber ist so viel Bewegung wie möglich zu haben.

 

Wassereinlagerungen wirst du leider nicht ganz vermeiden können, aber du kannst dir mit diesen Tipps Erleichterung verschaffen. Am besten du integrierst sie von Anfang an in deinen Alltag ☺.