Wadenkrämpfe

Liebe Mami,

wer kennt das nicht? Die nächtlichen (Waden-)Krämpfe in der Schwangerschaft, die man noch Stunden danach spürt und die einen nachts wie ein junges Reh aus dem Bett springen lassen?

 

Wadenkrämpfe sind in der Schwangerschaft keine Seltenheit, vor Allem im zweiten Drittel. Auch der Fuß oder das Gesäß können betroffen sein. Wenn man Wadenkrämpfe bekommt, kann das höllische Schmerzen verursachen. Dennoch solltest du beim Aufspringen aus dem Bett aufpassen, dass du dich nicht verletzt.

 

Da die hormonelle Veränderung eine häufige Ursache für das Ausscheiden von Magnesium und Kalzium durch den Urin ist, kann es hierbei zu einem Mangel bei dir kommen. Auch zum Heranwachsen deines Babys, sind diese Nährstoffe sehr wichtig.

Allerdings gibt es auch andere Gründe für Krämpfe: Durchblutungsstörungen, schlechte Schlafpositionen oder auch das Abdrücken eines Nervs können Krämpfe verursachen.

 

Wenn dich mitten in der Nacht ein schrecklicher Wadenkrampf plagt, dann drücke deinen Fuß feste gegen eine Wand und achte darauf, dass dein Bein durchgestreckt ist, so findet eine bessere Dehnung statt. Danach solltest du etwas herumlaufen, um die verkrampfte Muskulatur etwas aufzulockern und dir anschließend am besten von deinem Partner die Stelle massieren lassen.

 

Da Wadenkrämpfe sehr schmerzhaft sind und viel Schlaf kosten können, fragen viele Frauen nach Vermeiden oder Verminderung dieser Plagen. Vermeiden kann man dies primär erstmal nicht, doch vorbeugen oder die Schmerzen lindern, geht ganz einfach mit ein paar Tipps und Tricks.

 

Damit deine Niere gut durchgespült wird, solltest du täglich mindestens 2-3 Liter trinken, am besten Sportsprudel, denn in diesem ist viel Magnesium enthalten.

Außerdem ist viel Bewegung, wie beispielsweise Schwimmen, Walken oder Yoga gut. Wenn dir das zu viel Zeit in Anspruch nimmt, dann versuche immer wieder im Alltag in den Zehenstand zu gehen. Im Liegen oder Sitzen deine Füße zu kreisen, ist auch eine gute Alternative.

Wenn du gerade entspannt einen Filmeabend auf dem Sofa verbringst, nutze die Gelegenheit und lege deine Beine hoch, das regt den Rückfluss deines Blutes an. Auch Wechselduschen (warm/kalt) können Krämpfe vermindern oder vorbeugen. Zusätzlich kann dein Partner dich zum Beispiel mit Hilfe eines Igelballs verwöhnen, denn Massagen sind grundsätzlich gut für die Durchblutung.

 

Auch die Ernährung kann sich positiv auf deine Krämpfe auswirken. Sie ist allgemein ein wichtiges Thema in der Schwangerschaft. Gut sind Aprikosen oder auch Bananen, von denen solltest du allerdings nur eine zu dir nehmen, sonst kommt es zu Verstopfungen.

Hülsenfrüchte, Mandeln (ohne Schale), Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und grünes Gemüse sind auch sehr gesund und dass nicht nur während der Schwangerschaft. J

Wenn du das Gefühl hast, dass du zu wenig Magnesium hast, kann dir dein Arzt ohne Probleme ein Magnesium-Präparat verschreiben. Achte aber bitte darauf, dass es nicht zu viel

ist, denn bei zu viel Magnesium wird dein Stuhlgang weich. Deshalb ist es wichtig, ausführlich mit deinem Arzt darüber zu sprechen.

 

Ich hoffe du kommst durch meine Tipps entspannter durch deine Nächte.