Stillvorbereitung

Hat das Stillen etwas mit großer oder kleiner Brust zu tun? Oder kann ich als Mama dann überhaupt stillen? Diese Fragen stellt sich aus meiner Erfahrung fast jede Mama. Oft höre ich auch den Mythos, dass die Vormilch (Kolostrum) ein Vorbote auf das spätere Stillen ist. Was ist da nun dran?

 

Die grundsätzliche und sehr beruhigende Antwort ist ganz einfach. Deine Brust braucht eigentlich nicht viel Vorbereitung auf das Stillen. Egal ob groß oder klein, jede Brust ist für die Bedürfnisse deines Babys geeignet. Ausschlaggebend für das Stillen ist das Drüsengewebe. Keine Sorge, dass haben sowohl große als auch kleine Brüste.

 

Achte immer auf einen gut stützenden und bequemen BH. Am besten ist es, wenn dieser aus Baumwolle besteht.

Wenn es für dich angenehm ist, kannst du gerne Zuhause auch mal auf den BH verzichten. Somit können sich deine Brustwarzen auf deine baldige Stillzeit gut vorbereiten. Falls du dich dabei jedoch nicht wohl fühlst, kannst du auch in einen alten BH 2 Löcher hineinschneiden, das hat den gleichen Effekt. ☺

Was dir wahrscheinlich im Laufe der Zeit auffallen wird ist, dass dein Warzenhof dunkler und größer wird. Dafür ist deine Hormonumstellung verantwortlich. Deine Haut wird robuster, damit dein Säugling später kräftig saugen kann.

Im Warzenhof bilden sich ab der 26. Schwangerschaftswoche die sogenannten Talgdrüsen, das sind die kleinen, ringförmig angeordneten Knötchen. Diese werden von Medizinern Montgomery-Drüsen genannt, sie sondern ein Pflegefett ab.

Erstaunlich was die Natur schon alles macht und vorbereitet, während Dein Wunder im Bauch heranwächst, oder? ☺

 

Vielleicht tritt bei dir schon in der Schwangerschaft Vormilch (Kolostrum) aus deiner Brust, diese wertvolle “Creme“ kannst du super als Pflege für deine Warzen verwenden. Nicht jede Mama produziert diese vor der Geburt. Das hat aber keine Bedeutung für das spätere Stillen.

Deiner Brust kannst du auch unter der Dusche Gutes tun, indem Du sie immer wieder abwechselnd mit kaltem und warmem Wasser abbraust. Creme sie anschließend mit einem angenehmen Öl ohne Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe zum Entspannen ein. Lasse dabei deine Warzen aus. Benutze für die Brustwarzen auch bitte keine Seife oder alkoholische Artikel (z.B. Parfüm). Am besten immer natürliche Produkte.

 

4 Wochen bevor dein Liebling auf die Welt kommt kannst du außerdem 1-2 Mal täglich 5 Minuten Schwarztee-Auflagen machen. Die Gerbstoffe machen deine Brustwarzen robuster. Vorsicht mit deiner Kleidung, denn Schwarzteeflecken bekommst du beim Waschen schwer wieder heraus.

Vielleicht hast du sogar die tolle Möglichkeit, dich in einen schönen Garten zu setzen, um deinen Brustwarzen immer wieder etwas Luft und Sonne zu gönnen. Allerdings musst du aufpassen, dass Du keinen Sonnenbrand bekommst, denn deine Brüste sind ja sonst kaum Sonne gewohnt.

 

Was ist, wenn ich Flach- oder Hohlwarzen habe?

Erstmal ist das kein Grund nicht zu stillen. Ich empfehle dann meinen Frauen sogenannte Brustwarzen-Former. Dadurch wird der Ringmuskel aktiver und deine Brustwarze kann sich besser aufstellen. Das erleichtert Vieles! Am besten wendest du sie die letzten 3-4 Wochen an, bevor dein Wunder die Welt erblickt.

Mit diesen Tipps kannst du dich in der Schwangerschaft gut vorbereiten und fühlst dich gleich viel besser.