Antrags-Dschungel Blog 1: Steuer

Manchmal brummt einem doch echt der Kopf vor lauter Dingen, die man unbedingt noch VOR der Geburt erledigt haben möchte. Eins dieser Dinge könnten z.B. die Anträge auf Elterngeld, Mutterschaftsgeld oder der Steuerklassenwechsel sein.

Geht’s dir auch so, dass du in diesem Antrags- und Bürokratie-Dschungel nicht mehr durchblickst? Dann helfen dir meine Blogs vielleicht etwas beim Durchschlagen durch dieses Dickicht. 

 

Die Blogs zum, nennen wir es Antrags-Dschungel, sind in mehrere Teile unterteilt. Du kannst also immer ganz bequem den Blog lesen, der dir gerade weiterhilft.

Blog 2 (Elterngeld, Mutterschaftsgeld),

Blog 3 (Kindergeld etc.),

Blog 4 (Elternzeit, Krankenversicherung Baby),

Blog 5 (Recht)

 

Steuerklassentrick: Wechsel VOR der Geburt

Liebe werdende Eltern, es gibt doch tatsächlich die Möglichkeit das Elterngeld zu erhöhen, wenn man es clever anstellt. Fantastisch, oder? Der Blog hier soll euch beim Auseinandersetzen mit dem Thema Steuerklassenwechsel etwas die Angst nehmen.

 

Oft fragt man sich: lohnt es sich denn wirklich, dieser Wechsel? Oder ist das alles nur Humbuck und eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme? Meine Haltung ist ganz klar: für den Großteil der werdenden Eltern lohnt es sich durchaus. Die Voraussetzung ist lediglich, dass ihr verheiratet seid. J Denn, wenn ihr miteinander verheiratet seid, könnt ihr eure Steuerklassen selbst wählen.

 

Wichtig zu wissen: Das auszubezahlende Elterngeld orientiert sich am Nettogehalt des Elternteils, der das Elterngeld bekommen wird und zuhause bleibt. Eine günstige Steuerklasse kann das Elterngeld also um mehrere hundert Euro erhöhen.

Es ist wichtig – eigentlich schon bei der Planung des Kindes – über einen Steuerklassenwechsel nachzudenken. Denn der Bemessungszeitraum des Elterngeldes beträgt stets die letzten 12 vollen Kalendermonate vor der Geburt des Kindes. Gehen wir mal davon aus, dass die Frau zuhause bleibt, so müsste diese in die Steuerklasse III wechseln und der Mann in die V. Das klingt erstmal komisch, denn dann habt ihr Netto zum Leben vor der Geburt weniger. Aber über die Steuererklärung könnt ihr das Defizit wieder reinholen. Da das Ganze meistens doch sehr knifflig und individuell ist, könnt ihr euch über diesen Link https://www.eltern-geld.net/elterngeld-kalendermonate.html schlau machen und auch Unterstützung holen.

 

Wie gesagt, idealerweise wechselt ihr schon bei der Planung eures Kindes die Steuerklasse. Es ist aber auch noch vorteilhaft den sofortigen Wechsel vorzunehmen, sobald ihr erfahrt, dass die Frau schwanger ist. Die Grundregel bei Arbeitnehmerinnen ist: der Antrag auf den Steuerklassenwechsel muss spätestens sieben Monate vor dem Monat gestellt werden, in dem der Mutterschutzes beginnt. Das Bundessozialgericht hat 2009 diesen Steuerklassentrick zum Zwecke der Elterngelderhöhung erlaubt, aber auch etwas erschwert.

 

Alles rund um das Thema Steuerklassenwechsel vor der Geburt, auch einige der Spezial- und Sonderfälle könnt ihr nachlesen unter https://www.test.de/Steuerklasse-wechseln-Ein-Riesenplus-beim-Elterngeld-4577976-0/.

 

Den Wechsel könnt ihr ganz einfach beim Finanzamt eures Wohnortes schriftlich beantragen. Dazu solltet ihr zusammen dorthin gehen, damit es zu keinen Komplikationen kommt. Eure aktuellen Steuerklassen findet ihr auf eurem monatlichen Gehaltsnachweis.

 

Hoffentlich konnte ich euch ein bisschen die Angst nehmen, so dass ihr dieses Thema nun mit einem guten Bauchgefühl angehen könnt.